Gründungskonzert 2019

28.06.2019, 20 Uhr: Herz Jesu, Erlangen
30.06.2019, 19:30 Uhr: Spiegelsaal der Harmonie, Bamberg
Solisten: Franziska Bobe, Sopran; Seraphin Lutz, Klarinette; Kseniya Tentschert, Violine; Andreas Englhardt, Violine.
Musikalische Leitung: Andreas Englhardt

Programm:

Antonio Vivaldi (1678 – 1741):
Konzert für 2 Violinen und Streicher a-moll, op. 3 Nr. 8
Solisten: Andreas Englhardt und Kseniya Tentschert, Violine

W.A. Mozart (1756 – 1791):
Exsultate, jubilate; Motette für Sopran und Orchester, KV 165
Sopran: Franziska Bobe

W.A. Mozart (1756 – 1791):
Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622
Klarinette: Seraphin Mourice Lutz

Joseph Haydn (1732 – 1809):
Sinfonie No. 49 f-moll, „La Passione“

Kritiken:

„Aller Anfang ist leicht…“, sagt Meister Goethe. Ja, das zeigt sich beim ersten Konzert des gegründeten „Fränkischen Kammerorchester“, das unter der Leitung von Andreas Englhardt mit musikalischer Selbstverständlichkeit und souveränem Ablauf überrascht.

Franziska Bobe (…) berührt mit ihrer warmen und beweglichen Sopranstimme. Alle Koloraturen erklingen makellos. Das Andante im „Tu virginum“ ist fein, anrührend, Mozart wie er sein soll.

Der junge, bereits vielfach preisdekorierte Klarinettist Seraphin Lutz ist auf der Überholspur und auf dem Weg nach ganz oben. Da passt alles: Auftreten, musikalischer Ausdruck, Technik und am wichtigsten: Das musikalische Verständnis. Fantastisch!

Das Fränkische Kammerorchester zeigt mit großem Hörnerklang und gut ausgeloteter Klanggruppen-Differenzierung große klassische Symphonik. (Erlanger Nachrichten, 02.07.2019)

Personen:

Franziska Bobe, Sopran:
Franziska Bobe

Die in Halberstadt geborene Sopranistin studierte zunächst Schulmusik an der Würzburger Hochschule für Musik und nahm dann ein Gesangstudium bei Martin Hummel, später bei Prof. Monika Bürgener auf, das sie 2011 abschloss.
Wichtige Impulse erhält Franziska Bobe durch die regelmäßige Arbeit mit Sibylla Rubens, aber auch durch die Teilnahme an Meisterkursen bei Margret Honig, Christian Elsner und Axel Bauni. Erste Bühnenerfahrungen konnte sie an der Würzburger Opernschule sammeln. So war sie als „Euridice“ in Claudio Monteverdies „L´Orfeo“ zu sehen, und übernahm bei einer konzertanten Aufführung der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart die Rolle der „Pamina“.
Im Bereich des Konzertgesangs hat sich die Sängerin ein breit gefächertes Spektrum an Repertoire erarbeitet, das von Alter Musik bis hin zur Musik der Gegenwart reicht. Ihre derzeitige solistische Tätigkeit wird von der Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Frieder Bernius (G. F. Händel „Israel in Egypt“) und Jörg Straube (Claudio Monteverdi „Marienvesper“) und Ensembles wie dem Barockorchester Stuttgart, Stiftsbarock Stuttgart, Concerto Palatino, Musica Alta Ripa, und La Banda geprägt.
Seit 2012 ist Franziska Bobe Mitglied des Solistenensembles Stimmkunst, das bis zum Jahr 2021 unter der musikalischen Leitung von Kay Johannsen in der Stiftskirche Stuttgart das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufführen wird.

Seraphin Maurice Lutz, Klarinette:

Seraphin Lutz wurde am 09.08.1998 in Bamberg geboren, und stammt aus einer musikalischen Familie. Sein Vater ist Klarinettist, die Mutter Cellistin. In Klarinette erhielt er seinen ersten Unterricht im Alter von fünf Jahren von seinem Vater. Aber auch das Klavierspiel wurde bereits früh gefördert. So begann er bereits im Jahr 2008 sein Jungstudium in Klavier an der Hochschule für Musik in Nürnberg. In Klarinette wurde er 2011 als Jungstudent an der Hochschule für Musik in München aufgenommen. Außerdem ist er Mitglied im Bayerischen Landesjugendorchester.
Sein Konzertdebüt gab er mit neun Jahren in der Konzerthalle Bamberg. Es folgten weitere Konzertauftritte als Solist u. a. mit dem Bamberger Kammerorchester und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Prag.
Er erhielt mehrfach den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Die „Deutsche Stiftung Musikleben“ verlieh ihm einen Sonderpreis für seine herausragende Leistung. Mit einem 1. Preis aus dem „internationalen Wettbewerb für junge Instrumentalisten Markneukirchen“ ging er als Gewinner hervor. Im Jahr 2014 war er Gewinner des 2. Preises beim „International Radio Competition Concertino Praga in Prag. Daraufhin erfolgte ein Konzert als Solist mit dem Rundfunksinfonieorchester Prag. Dieses Konzert wurde vom tschechischen Fernsehen live ausgestrahlt. es folgten Rundfunkaustrahlungen in zahlreichen europäischen Rundfunkanstalten ( BBC, Rai, BR-Klassik u.a.). Im Jahr 2015 war er 1. Preisträger und Gesamtsieger beim „International Woodwinds and Brass Competition American Protege“ in New York. Es folgte eine Einladung nach New York für einen Konzertauftritt in der Carnegie Hall. Er konzertierte mit namhaften Musikern wie David Garret, Beatrice Rana und Nikolai Tokarev.
Nach dem Abitur im Jahr 2016 hat Seraphin ein Doppelstudium angetreten. Klavier studiert er an der Hochschule für Musik in Würzburg, und Klarinette zunächst in München, inzwischen an der Universität der Künste, Berlin. Seine künstlerische Ausbildung ergänzten mehrere Meisterkurse u.a. bei Sabine Meyer. Seit März 2018 wird er als Stipendiat der Yehudi Menuhin Stiftung gefördert.

Andreas Englhardt, musikalische Leitung:

Der musikalische Weg von Andreas Englhardt begann im Alter von 8 Jahren mit Geigenunterricht und dem Musischen Gymnasium. Die Welt des Orchesters betrat er mit 12 Jahren im Schulorchester und mit 15 im städtischen Kammerorchester. Im Studium der Schulmusik in München gelang nach kurzer Zeit die erfolgreiche Bewerbung für die Leitung des Medizin-Studenten- Orchesters. Seitdem erweiterte er sein Repertoire über Solokonzerte für Klavier, Violine, Cello und viele andere Solo-Instrumente auf Ouvertüren, Symphonien und Symphonische Werke mit Chor und Solisten. Neben dem Hochschulunterricht bei Prof. Schrems erweiterte Andreas Englhardt seine Violintechnik bei Carla Moll, 1. Violine bei den Münchner Philharmonikern. Seitdem stand er als Konzertmeister dem Amberger Kammerorchester, verschiedenen Projektorchestern und als Primarius seit 1990 dem Streichquartett „The Strinx“ vor.
Das Studium bei Prof. Josef Zilch und Prof. Max Frey bot ihm die Möglichkeit zur Ausbildung zum Dirigenten, die er bei zahlreichen Kursen bei Enoch von Guttenberg, Ljubka Biagioni und Allan Bergius verfeinerte. Im Inland und in Rom konnte er mit großem Erfolg sein Können in zahlreichen Oratorien, von Elias bis zur Matthäus-Passion, beweisen. Sein umfangreiches Konzertrepertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne, von Bach bis Gershwin, Chorwerke, Solokonzerte, Sinfonien, Opernausschnitte, Filmmusik u.v.m.